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Wie auf der Erde glaubten die Menschen auf Estion zu Anfang an Gottheiten, welche die Natur kontrollieren. Ein äußerst großer Kult, der teilweise bis heute überdauert hat, ist der Kult des Sonnengottes.

Erste Zeugnisse Bearbeiten

Bei verschiedenen Forschungen stellte sich heraus, dass bereits vor der ersten Sailor Estion ein Sonnenkult vorhanden war. Als Lichtspender und Lebensbringer wurde die Sonne recht bald mit einem Gott in Verbindung gebracht. Meist sehr positiv dargestellt erscheint er unter anderem auch als Fruchtbarkeitsgott oder Gott der Künste. Zu Anfang gehörte es zum Sonnenkult dem Sonnengott zu huldigen, indem man ihm Heiligtümer errichtete, wo gebetet und geopfert wurde. In den Jahren bis zum Bau des ersten großen Tempels bestanden die Opfer meist aus Pflanzen, selten auch Kleintiere und Ringe aus Gold.

Hochzeit des Sonnenkults Bearbeiten

Apollon

Der große Tempel des Sonnengotts wurde um das Jahr 300 in Sanon erbaut. Zu dieser Zeit einigte man sich nach langen Debatten auf den Namen Assun für den Sonnengott. Ebenfalls beschlossen wurden die Attribute, welche Assun bekommen sollte. Im großen Tempel wurde eine riesige, mit gold überzogene Statue von Assun errichtet. Auf dem Standbild ist Assun als groß gewachsener, starker Mann zu sehen. Er besitzt gelocktes Haar mit einem goldenen Stirnreif und eine lange Tunika mit Überwurf aus fließend fallendem Stoff. Als besondere Kennzeichen sah man seine Sonnenbrosche an, die an der linken Schulter an der Tunika befestigt war. Ebenso seine Lyra in der linken, den Bogen in der rechten Hand und eine Kette, welche um die Hüfte lag.

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Den alten Schriften ist zu entnehmen, dass Assun als starker, trotzdem betagter Mann dargestellt wurde, welcher die Macht über die Sonne inne hatte. Er sei der Schützer und Stärker des Lebens und des Lichts. Um seine Hüfte trägt er seine magische, goldene Kette, mit welcher er die Sonne hinter sich her über den Himmel zieht. Mit seinem Bogen schießt er goldene Pfeile auf Menschen, denen daraufhin Wohlstand und Glück zukommen. Spielt er ein Lied auf seiner Lyra, so sollen die Künstler zu diesem Zeitpunkt besonders wunderbare Werke erschaffen.

In der Hochzeit des Sonnenkults glaubten fast mehr als die Hälfte der Menschen auf Estion an Assun und pilgerten oft von weit entfernten Orten bis zu seinem Tempel, nur um seinem goldenen Abbild zu huldigen und zu opfern. Die Opfergaben beschränkten sich nun zunehmend auf Getreideähren, Blumen, Gold und Äpfel. Assun wurde stets als Erleuchteter, weiser Mann und bescheidener, gnädiger, aber auch mächtiger Gott gesehen.

Ende der Hochzeit Bearbeiten

Der Wohlstand auf Estion bewirkte, dass der Fortschritt begann die Welt zu wandeln. Mit den neuen Maschinen und Erfindungen kam auch eine aufklärerische Gesinnung auf, welche begann den blinden Glauben an Assun hart zu kritisieren. Als schließlich erwiesen wurde, dass sich tatsächlich Estion um die Sonne drehte und nicht anders herum, wurde das als Ketzerei abgestempelt. Viele Jahre lang verweigerten sich die geistigen Führer der Vernunft, doch die Gläubigen schenkten den Wissenschaftlern und Forschern zunehmend Vertrauen.

Letztendlich blieb ein kleiner Rest von Gläubigen übrig, welche allerdings nicht mehr an Assun, den Zieher der Sonne glaubten, sondern an Assun, der die Sonne selbst ist.

Die Reformation des Sonnenkults ließ ihn wieder zu seinen Anfängen zurückkehren. Der öffentlich gehaltene Glaube wurde zunehmend privat, sodass man bevorzugt für seine eigene Familie ein kleines Heiligtum errichtete für Assun. Manche reiche Städte konnten es sich auch erlauben einen Assun-Platz zu errichten, welcher als riesige Sonnenuhr mit Sonnenmotiv von den Gläubigen besucht wurde.

Heute befindet sich der Anteil von Gläubigen bei ungefähr 20 % auf Estion. Besonders heraus ragen jene Länder, die an die Agrarwirtschaft gebunden sind. Reiche wie Minar liegen bisweilen unter 20%.